Deutsche Rentenversicherung

Gemeinsam Fortschritte machen

Zusammen mit den Eltern sind die beiden Kinder wiederholt bei uns in der Reha

Eltern mit zwei Kindern sitzen auf einer Tischtennisplatte Quelle: DRV-RLP/Steffi Kirschthaler Die Familie ist bereits zum zweiten Mal in der Edelsteinklinik

Für Jessica und Michael aus Neuburg an der Donau ist die Edelsteinklinik inzwischen ein vertrauter Ort. Bereits zum zweiten Mal sind die Eltern gemeinsam Mitte August 2026 mit ihren beiden Kindern Marie und Felix zur Rehabilitation angereist. Dass sie wiederkommen wollten, stand für sie nach dem ersten Aufenthalt schnell fest: Beide Kinder hatten hier deutliche Entwicklungsschritte gemacht.

Zwei Kinder, zwei unterschiedliche Wege

Marie ist acht Jahre alt und kommt nach der Reha in die zweite Klasse. Sie hat unter anderem eine verbale Entwicklungsdyspraxie. Das Sprechen fällt ihr schwer – doch Marie weiß sehr genau, was sie möchte. Zur Kommunikation nutzt sie neben einzelnen Wörtern und Gebärden auch einen Talker, einen speziellen Sprachcomputer, mit dem sie sich über Symbole und Wörter verständigen kann.

„Wir kommen immer irgendwie ans Ziel“, sagt ihre Mutter Jessica.

Ihr jüngerer Bruder Felix ist sechs Jahre alt und hat eine Sprachentwicklungsverzögerung. Er besucht derzeit noch eine Kita und soll im kommenden Jahr eingeschult werden.

Zwei Kinder auf den Schaukeln Quelle: DRV-RLP/Steffi Kirschthaler Die Kinder lieben das Außengelände

Wenn plötzlich neue Wörter kommen

Gerade im Bereich der Sprache hat die Familie während ihres ersten Aufenthalts in der Edelsteinklinik viel erlebt. Bei Marie zeigten sich bereits nach kurzer Zeit Veränderungen. „Nach den ersten 14 Tagen hat sie schon neue Wörter gesprochen“, erinnert sich ihre Mutter.

Auch Felix kam damals in die Klinik und sprach noch sehr wenig. Für ihn sei vieles einfach „ei“ gewesen, berichtet Vater Michael. Schritt für Schritt begann er während der Reha, Dinge zu benennen und schließlich auch in Sätzen zu sprechen.

Nach dem Aufenthalt war der Unterschied für seine Eltern deutlich: Felix sei nach Hause gefahren und habe gesprochen „ohne Punkt und Komma“. Die Eltern lachen, als sie davon erzählen.

Für die Familie sind genau diese Erfahrungen ein wichtiger Grund, erneut den Weg von Oberbayern in die Edelsteinklinik auf sich zu nehmen.

Eltern mit zwei Kindern stehen auf einem Sportgerät für draußen Quelle: DRV-RLP/Steffi Kirschthaler Das ganzheitliche Therapiekonzept hat die Familie überzeugt.

Mehr als Logopädie: das ganze Kind im Blick

Ursprünglich hatte die Familie vor allem die Sprachentwicklung ihrer Kinder im Blick. In der Edelsteinklinik erlebte sie jedoch, dass die Rehabilitation viel umfassender angelegt ist und verschiedene Therapieangebote ineinandergreifen.

Marie erhält unter anderem Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie. Hinzu kommen Bewegung, Schwimmen und Erlebnispädagogik. Gerade dieses Zusammenspiel schätzt die Familie besonders. Statt sich ausschließlich auf die Sprache zu konzentrieren, werden unterschiedliche Entwicklungsbereiche und Fähigkeiten der Kinder einbezogen.

Im Gespräch bringt Jessica ihre Erfahrung auf den Punkt: Für sie sei es vor allem „dieses ganzheitliche Konzept“, das die Edelsteinklinik auszeichne.

Und die Kinder? „Unsere Kinder lieben die Therapien“, erzählen die Eltern. Sie gehen gerne zu ihren Anwendungen und machen auch bei den schulischen Angeboten während der Reha gut mit.

Ein sechsjähriger Junge steht auf einem Spielgerät Quelle: DRV-RLP/Steffi Kirschthaler Felix hat hier in der Edelsteinklinik sprechen gelernt.

Fortschritte, die im Alltag ankommen

Auch beim zweiten Aufenthalt erlebt die Familie wieder Entwicklungsschritte, die weit über einzelne Therapiestunden hinausgehen.

Bei Marie geht es dabei zunehmend um Selbstständigkeit. Sie kann inzwischen unter anderem ihre Orthesenschuhe selbst anziehen, sich beim An- und Ausziehen immer stärker beteiligen und kommt mit ihrem Talker zunehmend besser zurecht. Auch beim Toilettengang hat sie während des aktuellen Aufenthalts einen wichtigen Schritt gemacht.

Schon während des ersten Aufenthalts hatte die Familie gemeinsam mit dem Team an diesem Thema gearbeitet. Dass sich nun weitere Fortschritte zeigen, freut die Eltern besonders. Auch die Unterstützung und Beratung rund um das Thema Inkontinenz erleben sie als hilfreich.

Wie deutlich sich beide Kinder entwickelt haben, fällt auch den Therapeutinnen und Therapeuten auf. Eine Logopädin habe den Unterschied zum vergangenen Jahr als „wie Tag und Nacht“ beschrieben, berichten die Eltern.

Reha als Familie

Dass Jessica und Michael gemeinsam mit beiden Kindern anreisen können, ist für sie besonders wichtig. Marie ist ein ausgesprochenes Papakind und war lange in vielen Alltagssituationen auf Unterstützung angewiesen. Für Jessica wäre es deshalb kaum vorstellbar gewesen, die Reha mit beiden Kindern allein zu meistern.

Auch als Familie haben die vier in den vergangenen Jahren einiges bewältigt. Umso mehr fällt im Gespräch auf, wie positiv Jessica und Michael auf ihr gemeinsames Leben schauen. „Wir können noch lachen“, sagt Jessica. Michael ergänzt: „Wir genießen unser Leben.“

Seit 17 Jahren sind die beiden ein Paar und ziehen auch während der Reha gemeinsam an einem Strang. Dass sie mit beiden Kindern zusammen in einem Familienzimmer untergebracht sind, erleichtert ihnen den Aufenthalt.

Wiederkommen, weil sich etwas bewegt

Dass die Familie bereits zum zweiten Mal in der Edelsteinklinik ist, sagt viel über ihre Erfahrungen aus. Schon nach dem ersten Aufenthalt wollten Jessica und Michael verlängern, weil sie bei ihren Kindern viele gute Fortschritte gesehen hatten.

Und auch diesmal möchten Jessica und Michael möglichst viel aus der gemeinsamen Reha mitnehmen. Sie wollen sich darum kümmern, wiederkommen zu können.

Denn für die Familie zählt vor allem, was Marie und Felix aus der Edelsteinklinik mit nach Hause nehmen: neue Wörter, mehr Selbstständigkeit, Freude an den Therapien – und Fortschritte, die auch im Familienalltag spürbar werden.